Jacko

Mischling

Rüde / kastriert

ehem. Verwahrtier

eingestuft als gefährlich i.S.d. SächsGefHundGes

Jacko landete im Tierheim, weil er mehrfach Beschädigungsbeißen gezeigt hatte, im Detail sind gar nicht alle Vorfälle nachzuvollziehen, weil sie teils nicht behördlich angezeigt und damit aktenkundig wurden. Bekannt ist, daß er einen Mann auf dem Nachbargrundstück, der ihn immer wieder mit Steinen bewarf, verletzte und zuletzt einen Besucher seines Eigentümers, ohne daß es einen erkennbaren Auslöser gegeben haben soll. Er wurde dadurch als gefährlich im Einzelfall nach dem Sächsischen Gefahrhundegesetz eingestuft.

Für Jacko suchen wir Menschen mit viel Erfahrung. Jacko ist – dies ist, soweit es uns bekannt ist auch seiner Vergangenheit geschuldet – Fremden gegenüber sehr mißtrauisch und geht sehr schnell zum Angriff über. Dabei macht es jedoch einen sehr großen Unterschied, ob er sich in seinem häuslichen Umfeld befindet – im Tierheim im Zwinger – oder draußen. Im und am Zwinger zeigt sich Jacko sehr aufbrausend, wenn er eine neue Person sieht, insbesondere, wenn jemand stehen bleibt und ihn fixiert. Draußen – mit Maulkorb gesichert versteht sich – ist Jacko entspannter, Menschen, die vorbeigehen, interessieren ihn nicht, er mag es aber trotzdem nicht, wenn eine fremde Person stehen bleibt, ihn anschaut, anspricht und seine „Wohlfühldistanz“ unterschreitet. Ob dies mehr eine nach vorn gerichtete Angstreaktion ist oder auch dem Schutz seiner Bezugsperson dient, ist nicht so leicht zu durchschauen.

Jacko braucht Zeit im Umgang mit neuen Personen. Wenn Jacko ersteinmal Vertrauen gefasst hat, ist er aber sehr verschmust und zuwendungsbedürftig, genießt es sehr, von „seinem Menschen“ durchgeknuddelt zu werden. Beim Gassigehen zeigt sich Jacko gut führig, er ist keiner dieser Hunde die extrem „aufdrehen“ und dann kaum noch ansprechbar sind, er ist aber auch sehr selbständig – die Eindrücke draußen sind für ihn ersteinmal interessanter als das andere Ende der Leine. Dies bedeutet aber nicht, daß er nicht auf Signale reagieren würde und nur seines eigenen Weges zu gehen versucht.

Mit anderen Hunden ist Jacko nur sehr bedingt verträglich, insbesondere gegenüber anderen, selbstbewußten Rüden baut er sich auf und imponiert und zeigt das klassische „Leinenpöbeln“.

Jacko ist sicher nicht der Hund, in den man sich spontan vor dem Zwinger verliebt, aber definitiv ein Hund für den „zweiten Blick“ und für ein paar Gassirunden mehr, bis man den sensiblen Kern erkennt und schätzen lernt. Wer Jacko übernehmen möchte, erhält mit Sicherheit einen sehr loyalen Freund, übernimmt aber auch die Verantwortung, denn seine Vergangenheit lässt sich nicht ausradieren. Jacko kann aber lernen, sich mehr auf seine Bezugsperson zu verlassen, die dann die Entscheidungen für ihn trifft, so daß das Zusammenleben mit ihm stressfreier werden kann.

Wir wünschen uns sehr, daß Jacko diese Chance erhält!

Bitte beachten Sie: Die Tierbeschreibungen basieren auf Beobachtungen im Tierheim oder auf Informationen Dritter und stellen keine zugesicherten Eigenschaften dar. Das Verhalten in familiärer Unterbringung kann deshalb von den Beschreibungen abweichen.