Die Regenbogenbrücke...
Die meisten Tierfreunde kennen die Idee der Regenbogenbrücke…An einer Stelle der Ewigkeit gibt es einen Platz, den man Regenbogenbrücke nennt.
Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemandem zusammengelebt hat, begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke.
Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde,
damit sie laufen und zusammen spielen können. Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden.
Alle Tiere, die einmal krank waren, sind wieder heil und stark, so wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern, wenn die Zeit vergeht. Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einem kleinen bisschen;
Sie vermissen jemanden bestimmtes, jemanden, den sie zurückgelassen haben. Sie alle laufen und spielen, aber der Tag kommt, an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam, der Körper ist unruhig. Plötzlich trennt es sich von seiner Gruppe, fliegt förmlich über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller.
Noch bist Du wie ein Punkt in der Unendlichkeit, doch wenn Du und Dein Freund sich dann endlich treffen, gibt es nur noch Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Die glücklichen Küsse regnen über Dein Gesicht, Deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf und Du siehst einmal mehr in die treuen Augen Deines Tieres, die Du lange nicht mehr gesehen, die Du aber niemals aus Deinem Herzen gelassen hast. Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.
Nicht alle schaffen es...
Hunderte von Tieren dürfen unser Tierheim jedes Jahr verlassen und in ein neues Zuhause umziehen. Doch manche erhalten keine Chance und beenden ihr Leben, ohne noch einmal die fürsorgliche Liebe eines festen Zuhauses erlebt zu haben. Wir stehen unseren Schützlingen bis zuletzt bei – doch wir wissen, dass wir ein „echtes“ Frauchen oder Herrchen gerade in der aller letzten Phase des Lebens kaum ersetzen können.
Dreitausendneunhundertzweiunddreißig. So ein langes Wort und doch nichts im Vergleich zu der scheinbar endlos langen Zeit, die unser Snoopy in unserem Tierheim Lebte. Über zehn Jahre und neun Monate. Knapp fünfjährig kam er zu uns, da war er bereits durch mehrere Hände gegangen und musste seine Erfahrungen mit Menschen sammeln. Ein zuckersüßer kleiner Hund, der es aber faustdick hinter den großen Ohren hatte und selbst einen erfahrenen Gutachter noch lehrte, wie unerschütterlich selbstbewusst eine kleine Hundeseele sein kann. Seine Zähne zum Einsatz zu bringen, wenn er etwas wollte, war ein fester Bestandteil seines Verhaltens und so hatte er in all den Jahren niemals ernsthafte Interessenten. Das Schnäutzchen wurde grauer, während sich viele bauliche Veränderungen im Tierheim vollzogen, neue Tierpfleger und Azubis zu uns kamen – einer war immer da: Snoopy. In den letzten Wochen wurden seine Gassirunden immer kleiner, verschiedene gesundheitliche Probleme machten ihm das Leben schwer. Nun hat er seine letzte Reise angetreten, wie immer bei uns waren seine Menschen bei ihm, als er friedlich einschlief. Snoopy wird auf unseren Tierfriedhof in Niedermülsen beigesetzt werden. RUN FREE, wir werden dich sehr vermissen.
„Mozart“ – ein Kater, der einige Zeit unversorgt in der Wohnung war, weil sein Herrchen verstorben war und niemand ihn gefunden hatte. Mit viel Herzblut hat erst unsere Tierarztpraxis, dann wir den Senior wieder zurück ins Leben gebracht und alles schien gut zu werden. Doch plötzlich ging es Mozart zunehmend schlechter. Er zeigte Maulatmung und schlief viel. Zu seinem geplanten Termin in der Tierarztpraxis, zu dem eigentlich seine Blutwerte überprüft werden sollten, wurde er geröntgt und festgestellt, dass die Lunge kaum noch durchlüftet war, dazu kam ein Tumor im Bauchbereich, der in den letzten Wochen mit großer Geschwindigkeit gewachsen sein muss. Mozart konnte nur noch erlöst werden. Das alles kam doch recht unerwartet und schnell. Zurück bleibt die Erinnerung an den Kater mit den großen Augen. Komm gut über den Regenbogen…
3034 Tage, über acht Jahre. Zwei Drittel seines Lebens. So lange wartete unser Addi im Tierheim auf Menschen, die ihn abholen und nie wieder hergeben würden. Leider blieb dies unserem mittlerweile 12 Jahre alten Kangal-Rüden verwehrt.
2015 kam er im Alter von vier Jahren zu uns, seine Eigentümer hatten ihn auf E-bay-Kleinanzeigen gekauft und nach zwei Tagen festgestellt, daß es keine gute Idee ist, einen großen Herdenschutzhund in einer kleinen Wohnung auf dem Balkon zu halten…
Aufgrund seines Alters und eines Kreuzbandrisses, von dem er sich nie richtig erholt hat, fiel ihm das Aufstehen und Laufen zusehends schwer, auch Schmerzmittel konnten ihm die Leiden nicht mehr nehmen. Gemeinsam haben seine Tierpfleger mit schwerem Herzen die schwerste aller Entscheidungen gefällt, ihren geliebten Senior gehen zu lassen…
Addi durfte friedlich im Beisein seiner Lieblingsmenschen einschlafen. Wir werden dich sehr vermissen, lieber Addi.
Mattea kam zusammen mit einem anderen Kaninchen sowie einem Meerschweinchen aus einer veterinäramtlichen Beschlagnahmung. Nachdem sie sich nicht mit der anderen Kaninchendame verstand, kaufte der Voreigentümer ein Meerschweinchen, um die Situation zu entspannen. Dieses Unterfangen scheiterte natürlich und kurz darauf kam Mattea ins Tierheim. Hier stellte sie nach kurzer Zeit die Futteraufnahme ein, zudem war eine Umfangsvermehrung an ihrem Bauch zu fühlen. Beim Tierarzt herrschte dann traurige Gewissheit: Mattea war innerlich hochgradig verkrebst und uns blieb keine andere Wahl, als sie gehen zu lassen…
Als Swing im Juli 2022 zu uns kam, war er kaum mehr als Hund zu erkennen: Er war an vielen Stellen des Körpers haarlos, die Haut war borkig und faltig, er war massiv übergewichtig. Aus den Ohren quoll der Eiter, auch die Augen waren entzündet. Gemeinsam mit den Tierärzten machten wir uns auf einen langen Weg. Wir konnten die Räude besiegen, es wuchs wieder Fell, die Augen gesundeten und auch die Ohren wurden zwischendurch besser, aber dies war nie von Dauer. Es zeigte sich, daß Swing extremer Allergiker ist, Spezialfutter und Medikamente halfen, aber nur vorübergehend. Immer und immer wieder kehrten die eitrigen Ohrentzündungen zurück, die Swing mit Sicherheit schlimme Schmerzen verursachten. Nach einer computertomographischen Untersuchung wurden im April die Ohren operiert und erneut hofften wir, aber erneut zeigten sich nach kurzer Besserung Entzündungen und Eiter.
In den letzten Wochen merkten wir, daß Swing zunehmend Lebenswillen verlor, er wollte nicht mehr sein, nicht im Zwinger, nicht auf der Wiese, nicht zum Gassigehen im Wald, nichts brachte ihm mehr Erleichterung, Ablenkung oder Freude. Auf Bitte unserer Patin holten wir noch eine weitere tierärztliche Meinung ein, der uns bestätigte, daß wir alles, was menschenmöglich war, für Swing getan hatten. Es blieb nur noch eine Aufgabe: Die letzte Entscheidung zu fällen, um Swings dauerndes, unheilbares Leiden zu beenden, und ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten.
Heute früh war Swing nochmal mit seiner Tierpflegerin im Teich schwimmen, am Mittag, als die Tierärztin kam, durfte er dann im Auto kuscheln, was er so sehr liebte, und dort ging er dann auf seine letzte Reise, seine Tierpflegerin blieb die ganze Zeit bei ihm.
Wir trauern um einen tollen Hund, der es so sehr verdient hätte, nochmal in einem neuen Zuhause durchzustarten, doch es sollte nicht sein.
Swing hat auf unserem Tierfriedhof in Niedermülsen nun die letzte Ruhe gefunden.
Alles andere als ein schönes Leben muss unsere Zierschildkröte Regina gehabt haben. Sie wurde ins Tierheim „gespült“, nachdem das Aquarium der vorherigen Eigentümer kaputt ging und für Regina von da an kein Platz mehr war. Zum Glück möchte man meinen, Regina sah nie ein Landteil mit Sand und lebenswichtigem UV-Licht und wurde zudem viel zu einseitig ernährt. Angeschafft wurde sie wie so oft unüberlegt vor etlichen Jahren in einer Zoohandlung, ohne sich mit den Ansprüchen der Art auseinanderzusetzen. Zum Schluss blieb eine Schildkröte, die wir gehen lassen mussten, bevor es unter anderem das Organversagen beendet hätte, welches durch die schlechte Haltung über Jahre provoziert wurde.
Auch unsere Abigail – eine Costa-Rica-Pracht-Erdschildkröte – muss jahrelang still gelitten haben. Die Haltung ist relativ aufwendig, und so wurde Abigail eines Tages kaltherzig ausgesetzt und sich selbst überlassen. Nach einiger Zeit verschlechterte sich ihr Zustand, wir brachten sie in eine Reptilienklinik. Doch leider war keine Besserung in Sicht, auch Abigails Organe waren nicht mehr zu retten. Mögest du jetzt an einem besseren Ort planschen!
Wir geben mit dieser traurigen Geschichte einer Hündin ein Gesicht, die sechs Jahre bei uns lebte und doch niemals auf unserer Homepage zu sehen war: Hera.
Heras Geschichte begann im April 2012 als wir sie mit vier Geschwistern, ihrer Mutter und ihren Vater auf einem Bauerngut in Culitzsch abholten. Mutter Mura lebte in einem dunklen, verkoteten Zwinger und hatte in den harten Erdboden eine flache Grube gegraben, in der sieben wenige Tage alte Welpen lagen, zwei waren bereits tot. Alle Welpen konnten vermittelt werden, es hätte der Start in ein glückliches Leben werden sollen, doch Hera war das nicht vergönnt. Ihre Eigentümerin nahm ihre Verantwortung für einen Herdenschutzhund nicht ernst, auch nicht, nachdem Hera bereits Menschen gebissen hatte. Sie hielt sich nicht an die Auflagen, es kam zu einem weiteren Vorfall bis das Amt letztlich die Hündin als gefährlich i.S.d. Sächsischen Gefahrhundegesetzes einstufte, einzog und wir sie so ein zweites Mal im Tierheim aufnahmen. Das war 2017, Hera war fünf Jahre alt. Kurze Zeit später holte sich ihre vormalige Eigentümerin eine neue, fast gleich aussehende Hündin…
Was nun unglaublich und nicht zu verstehen ist: Das Sächsische Gefahrhundegesetz sieht es nicht vor, dass das Eigentum am Hund entzogen wird. Und so wurde Hera nicht nur ein Opfer ihrer verantwortungslosen Halterin, sondern auch ein Opfer eines unzureichend durchdachten Gesetzes: Hera durfte zu keinem Zeitpunkt zur Vermittlung angeboten werden. Deshalb erschien sie nie auf unserer Homepage.
Da schon ihre beiden Eltern unter Hüftgelenksdysplasie litten, blieb auch Hera davon nicht verschont. Seit vielen Jahren konnte sie nur noch unter einer Dauermedikation mit Schmerzmitteln leben. Zunehmend kam es zu einem Abbau der Muskulatur der rechten Gesichtshälfte, das Auge sank immer weiter ein und über die letzten Monate merkte man auch immer deutlicher, dass Hera keine Freude mehr am Leben hatte. Vor wenigen Tagen zeigte sie plötzlich eine akute, starke Lahmheit, deren Ursache im Ellbogen gefunden wurde. Hera konnte nur noch auf drei Beinen humpeln. Ein operativer Eingriff kam aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands nicht in Frage, zumal der andere Ellbogen ebenfalls nicht mehr intakt war. Es war nicht mehr möglich, ihr die Schmerzen zu nehmen und so blieb nur ein Weg, sie endlich zu erlösen. Von einem Leben, das sie nicht mehr leben wollte. Wir haben getan, was möglich war, ihr die langen Jahre im Tierheim erträglich zu machen, genug war es sicher nicht. Sie hätte mehr verdient, mehr Zeit, mehr Zuwendung, mehr Glück. Wir konnten es ihr im Tierheim zwischen all den vielen anderen Tierschicksalen nicht geben.
Hera schlief im Beisein ihrer vertrauten Tierpfleger ganz ruhig ein, es ging sehr schnell, sie ließ es zu, sie wollte nicht mehr bleiben.
Wir haben Hera in Würde auf unserem Tierfriedhof beigesetzt. Erst nach ihrem Tod konnten wir ihr nun endlich ein Gesicht geben.
16 Jahre, die meiste Zeit „hinter Gittern“, davon die letzten fünf Jahre bei uns. Drei Mal wurde Angel in ihrem vorigen Tierheim vermittelt, drei Mal kam sie zurück, weil sie in ihrem neuen Zuhause Menschen schwer verletzt hatte. Dabei tat sie nur, was man ihr als Herdenschutzhund angezüchtet hatte: Eigenständig zu entscheiden, Haus und Hof gegen Eindringlinge zu verteidigen. Daß sie mit großer Wahrscheinlichkeit ein südrussischer Owtscharka war, eine seltene Herdenschutzhundrasse, hatte leider niemand erkannt, ihr wahres Wesen deshalb verkannt.
Was uns tröstet, ist, dass sie in all den Jahren viel Zeit außerhalb des Zwingers verbrachte, bei großen Gassirunden und aufgrund ihres sozialen Wesens auch mit anderen Hunden im Auslauf. Ganz am Ende ihres langen Lebens eroberte sie auch noch das Herz einer Familie, die ihr viel gemeinsame Zeit schenkte und sie auch heute auf ihrem letzten Weg nicht im Stich ließ. Unsere Gedanken sind heute Abend deshalb auch bei ihren Paten.
Mach’s gut, Angel, in diesem Land jenseits der Regenbogenbrücke und Grüße die, die dir vorangegangen sind und die wir auch nicht vergessen haben.
Im Tierheim geboren, stellte sich schnell heraus, dass Bounty kein normales Kaninchen ist. Von Geburt an hatte sie eine Störung am Bewegungsapparat. Anfangs sah es danach aus, als könne sie mit ihrer Behinderung leben, doch leider konnte sich Bounty mit der Zeit immer schlechter fortbewegen und fiel immer öfter um. So mussten wir sie leider viel zu früh davon hoppeln lassen
Bereits dreijährig kam er ins Tierheim in Leipzig, lebte dort fünf Jahre, ohne je Interessenten gehabt zu haben, weshalb wir ihn 2017 nach Vielau holten, in der Hoffnung, dort jemanden für ihn zu finden. Aufgrund seiner behördlichen Einstufung als gefährlicher Hund, aber sicherlich auch, weil er ein ganz spezieller Charakter war, hat er auch bei uns nie jemanden von sich überzeugen können, zumindest keine Interessenten, die bereit gewesen wären, mit ihm ihr Leben zu teilen. Sehr wohl aber einige Gassigeher und seine Tierpfleger, die den alten, immer etwas mürrisch dreinschauenden Knaben innig liebten. Nicht nur einmal hat er seine Ausführer fast in den Wahnsinn getrieben, wenn er plötzlich „PLATSCH“ beschlossen hat, daß weiteres Laufen für ihn gerade keine Option ist oder wenn aus einer dusselig vor sich hinschlurfenden Trantüte plötzlich eine Rakete wurde, die versuchte, sich in die Schlacht zu stürzen, war schnelles Eingreifen notwendig. Sein charmanter Clowns-Charakter hat sich nicht jedem offenbart, diejenigen aber, die er in sein trauriges Herz schauen ließ, haben einen ganz besonderen Hund kennenlernen dürfen.
Ein Tierheim sollte eine Zwischenstation sein und doch wird es immer wieder das letzte Zuhause. Was uns tröstet ist die Gewissheit, daß er in Leipzig wie hier bei uns von Menschen umgeben war, die ihn liebten und er liebte sie. Drei seiner Lieblingsmenschen haben ihn heute noch einmal begleitet auf seinem letzten Weg, der nicht mehr damit endete, daß eine Zwingertür sich schließen mußte. Zumindest diejenigen von uns, die daran glauben, daß der Tod nur das Ende des irdischen Seins ist, die sehen ihn heute im Wasser plantschen und auf einer sonnigen Wiese. „PLATSCH“. Hier gefällt’s mir. Mach’s gut Digger
Mura kam durch eine Beschlagnahmung ins Tierheim, nachdem sie auf einem Bauernhof in einem Zwinger ihre Welpen zur Welt brachte, für die sie in dem kalten und harten Erdboden eine Kuhle scharrte. Ihre Willensstärke und rassetypischen Verhaltensweisen brachten Mura leider nie ernsthafte Interessenten ein, so wurde sie bei uns im Tierheim alt. Ihre letzte Reise durfte sie bei einem wunderschönen Sonnenuntergang in ihrem Lieblingsauslauf im Beisein ihrer Tierpfleger antreten. Ein würdevoller Abschied für eine würdevolle Hündin.
Das niedliche Katzenmädchen Luna kam mit zwei Geschwistern zu uns. Erst wenige Wochen alt, hatte man sie ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Luna zog bald nach ihrer Ankunft um in eine Pflegestelle, gemeinsam mit ihrem Brüderchen Idefix. Luna war besonders. Sie war ein Ataxie-Kätzchen, hatte neurologische Störungen, aber hatte bei alledem ein ganz bezauberndes Wesen. Bei der liebevollen Pflege durch ihre Pflegemama besserte sich ihr Zustand und sie kam zurück mit ihrem Bruder, um gemeinsam mit ihm in ein neues Zuhause umziehen zu können. Leider sollte dies nicht ihr Weg sein. Sie hatte einen epileptischen Anfall, von dem sie sich zwar wieder erholte, doch schon zwei Tage später lag sie morgens tot in ihrer Schlafhöhle. Sie hatte vermutlich einen erneuten Anfall und diesen hat sie nicht überlebt. Was war die Ursache? Wir wissen es nicht… Wir hätten ihr ein glückliches, erfülltes Katzenleben gewünscht und sind traurig, dass sie nicht mehr bei uns ist.
Kätzin Tokyo stand eines Tages in einer Transportbox vorm Tierheimtor. Ihre Besitzerin hatten sie einfach ausgesetzt! Bereits am ersten Tag fiel uns auf, dass etwas nicht stimmte. Sie hatte starken Durchfall, der durch keine Behandlung „in den Griff“ zu bekommen war. Eine Röntgenuntersuchung brachte ans Licht, dass die arme Tokyo einen nicht operablen Tumor im Darm hatte. Der Tierärztin blieb nur noch, sie von ihren Schmerzen zu erlösen. Die hübsche Kätzin war so tapfer in all den Behandlungen und wir sind so traurig, dass es ihr nicht vergönnt war, wieder gesund zu werden und eine neue Chance in einem neuen Zuhause zu bekommen.
Die kleine Frieda wurde im Juli im Tierheim geboren. Gemeinsam mit ihren vier Geschwistern verbrachte sie ihre ersten Lebenswochen hier. Ohne vorherige Anzeichen von Krankheit ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Auch der Tierarzt konnte keine andere Hilfe mehr leisten, als die Kleine zu erlösen. Frieda war nur kurz auf dieser Welt, doch in dieser Zeit hat sie unsere Herzen berührt. Der Himmel hat einen Stern mehr.
Unser großer Attila lag eines Morgens tot in seinem Gehege. Er kam gemeinsam mit seiner Kaninchenfreundin Blanka ins Tierheim und lebte mit ihr hier mehr als ein Jahr gut versorgt und relativ zufrieden. Leider gelang es uns nicht, für das liebenswerte Pärchen ein gemeinsames neues Zuhause zu finden. Nun hat sich Attila auf einen anderen Weg gemacht… Wir vermissen ihn!
Unser Asco hat an einem schönen, warmen Sommertag Anfang August seine letzte Reise angetreten. Schon seit einiger Zeit ging es ihm nicht mehr so gut und wir haben lange mit uns gerungen, aber nun war es an der Zeit, Asco auf dem Weg über die Regenbogenbrücke zu begleiten. Sein Herz hätte ihn noch weit getragen, doch die Kraft seiner Beine ließ mehr und mehr nach, sie konnten ihn kaum noch tragen. Fast sein ganzes Leben hat Asco im Tierheim verbracht, weil er ganz das war, wofür man Hunde seiner Rasse gezüchtet hat: ein unbestechlicher, aufmerksamer Wächter und Bewacher. Woher sollte er wissen, daß im dichtbesiedelten Mitteleuropa für echte Herdenschutzhunde einfach kein Platz ist? Ganz anders aber war er freilich gegenüber den Menschen, die er liebte, denen er innig zugetan war und die ihn liebten. Und so waren sie auch da, seine Menschenfreunde von früher und von heute, sie waren bei ihm und unter ihren streichelnden Händen konnte das, was ihn ausmachte, seinen alten, schmerzenden Körper verlassen und die Zäune und Mauern des Tierheims überwinden.
Grey kam im Sommer 2018 gemeinsam mit ihrer Schwester ins Tierheim. Zu Beginn war sie sehr scheu und konnte dem Kontakt mit Menschen nichts Positives abgewinnen. Doch nach einiger Zeit fasste sie Vertrauen und wir hatten die Hoffnung, dass sie bald ein neues Zuhause finden würde. Leider war ihr das nicht vergönnt. Buchstäblich von einem Tag auf den anderen hatte sie Fieber und es ging ihr sehr schlecht. Der von der Tierärtzin diagnostizierten heimtückischen Viruserkrankung hatte sie nichts entgegenzusetzen. Es blieb nur, sie von ihrem Leiden zu erlösen… Grey hatte bisher nichts anderes kennengelernt als das Abruchhaus, in dem sie geboren wurde und ihr Quartier im Tierheim. Wir hätten uns für sie gewünscht, dass sie in einem langen Katzenleben alles kennengelernt hätte dürfen, was einer Katze Freude macht. Es sollte nicht sein…
Mirko kam im Juni 2017 als Fundtier zu uns. Schnell stellte sich heraus, dass er so gar nicht mit dem Aufenthalt in einem unserer Katzengehege zurecht kam. Als selbstbewusster Kater wollte er unter keinen Umständen eingesperrt sein. Also siedelten wir den grau getigerten alten Katermann in den Katzengarten um. Dort lebte er auf und genoss diese kleine Freiheit und auch die Gesellschaft der anderen Katzengartenkatzen. Ende 2018 begann er etwas zu kränkeln und wir holten ihn ins Haus. Die Behandlungen ertrug er geduldig und während dieser Zeit fasste er auch etwas Vertrauen zu den Tierpflegern. Mirkos Herz verschlechterte sich trotz Behandlung immer mehr, Wasseransammlungen in seinem Körper gingen nicht mehr zurück und das Atmen fiel ihm deshalb schwer. Wir konnten nichts mehr für ihn tun und haben Mirko gehen lassen…
Isy wurde im Sommer 2014 im Tierheim abgegeben. Sie war zu Beginn ein zurückhaltender und eigensinniger Hund. Durch ihre Vorgeschichte (sie hatte mehrfach ihren Eigentümer gebissen) mussten die Tierpfleger sehr umsichtig mit ihr umgehen. Isys Handicap war eigentlich einfach: sie hatte eine Form des Autismus und so wie ein Mensch gibt man auch den Hund nicht einfach auf.
Wir haben mit viel Liebe, Geduld und „Spucke“ einen liebenswerte und freundlichen Hund aus Isy gemacht, habe sie fühlen lassen: Wenn wir bei dir sind, bist du „safe“. Sie war nie ein Kuschelhund – wollte nicht betatscht werden. Wenn man das beachtete und Hund einfach Hund sein ließ, dann war sie ein toller Begleiter. Die Mitarbeiter und Gassigeher liebten sie alle. Liebe Isy, du warst ein Teil unseres Lebens und wirst immer einen Platz in unseren Herzen haben.
