Lulu

Engl. Bulldogge (ohne Papiere)

Hündin

geb. 2012

Privatabgabe

Lulu haben wir von einem jungen Mann übernommen, der sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Wieviele Eigentümer sie zuvor hatte, wissen wir nicht, offenbar wurde sie einige Male weitergereicht. Mit der Übernahme sind wir im Grunde genommen nur dem Veterinäramt zuvorgekommen, denn sie war in sehr schlechtem körperlichen Zustand. Lulu war sehr mager, hatte viel zu lange Krallen, ihre Ohren waren beidseitig vereitert und sie hatte zahlreiche offene Stellen. Dazu kam der „Klassiker“ bei Bulldoggen, sie „grunzte“ kontinuierlich, ein typisches Problem sogenannter „brachycephaler“ Hunderassen. Durch die züchterische Verkürzung der Schnauze, wurde zwar der Schädel verändert, nicht jedoch die „Weichteile“ im Inneren. Das typische „Grunzen“ ist nichts anderes als permanente Luftnot, weil das Gewebe im Halsbereich verdickt ist und in Falten liegt. Wir haben Lulu zunächst etwas gepäppelt, bis sie stabil genug war, eine Operation zu überstehen, bei der das Gaumensegel chirurgisch so verändert wurde, daß die Luftzufuhr zur Lunge wieder besser funktioniert. Lulu ist dadurch zwar immer noch massiv eingeschränkt, wir konnten ihr aber zumindest etwas helfen.

Da die Hautveränderungen häufig auf allergische Probleme zurückzuführen sind, erhält Lulu ein hyposensitives Futter, die Haut hat sich dadurch deutlich verbessert.

Auch wenn Lulu also viele körperliche Baustellen hat: Charakterlich macht sie es wieder wett: Sie ist eine freundliche, gemütliche und auch mit Artgenossen verträgliche Hündin. Lulu ist einfach eine Knutschkugel und hat es verdient, endlich ein festes Zuhause zu haben – bei Menschen, die sich dessen bewußt sind, daß Bulldoggen wunderbare Begleiter sind, aber auch durch ihre krankhafte Überzüchtung viele gesundheitliche Probleme haben und dementsprechend auch höhere Kosten verusachen.

Bitte beachten Sie: Die Tierbeschreibungen basieren auf Beobachtungen im Tierheim oder auf Informationen Dritter und stellen keine zugesicherten Eigenschaften dar. Das Verhalten in familiärer Unterbringung kann deshalb von den Beschreibungen abweichen.